DOSBox ECE r4021 – Änderungen an IRQs und Update der Jahreszahlen

Es ist Sonntag, ich bin im Urlaub und da ich eh gerade das Notebook ausgepackt hatte um Fotos draufzukopieren, habe ich nebenbei fix mal die aktuellen DOSBox-Versionen kompiliert. Qbix79 hat wieder ein bisschen an DOSBox geschraubt, r4020 brachte Änderungen an den IRQs, mit r4021 wurden einfach die Jahrezahlen im Quelltext einiger Dateien mal wieder auf den aktuellen Stand gebracht.

Die Downloads der normalen Version und der Enhanced Community Edition findet Ihr wie immer auf meiner dedizierten Seite zu DOSBox ECE!

DOSBox ECE r4019 veröffentlicht – Korrekturen im Lautstärkemixer

Die vergangenen Tage haben wieder die eine oder andere neue Revision von DOSBox gebracht, aktuell sind wir bei r4019, die ein weiteres Feature, welches ich bisher in der ECE nachträglich einbaute, in den offiziellen Sourcecode übernimmt: Die Auswahl des Midigerätes über dessen Namen oder einen Teil des Namens. Wenn Qbix so weiter macht, kann ich mit der ECE aufhören. 🙂

Des weiteren wurden noch ein paar Fehler im Soundmixer behoben. Den Download findet ihr wie immer in meinem Google Drive!

YesterPlay: Duke Nukum / Duke Nukem (MS-DOS, Apogee Software, 1991)

Den Duke selbst muss ich wohl keinem mehr vorstellen: Das blonde Großmaul mit dem Bürstenschnitt hat sich seinen Spitzenplatz in allen Listen bekannter Videospielhelden mehr als zementiert, ganz besonders dank dem 1996 erschienenen “Duke Nukem 3D” und dessen Neuauflagen, wie z.B. der gerade 2016 erst veröffentlichten “20th Anniversary World Tour” mit einer brandneuen Episode. Auch der  unrühmliche Nachfolger “Duke Nukem Forever” machte seinen Protagonisten bekannt, allerdings nicht wegen seiner Qualität sondern seiner beinahe wahnwitzigen Entwicklungsgeschichte.

Was viele aber vielleicht nicht wissen ist, dass der Duke seine Karriere in einem ganz anderen Genre startete: Dem Action-Plattfomer, zu meiner Zeit noch Jump ‘n’ Shoot genannt. In einem solchen debütierte der schießwütige Macho nämlich 1991 unter dem Banner von Apogee Software (heute als 3D Realms bekannt) auf dem PC. Mit dessen Eingabegerät der Wahl (Tastatur oder Joystick) hüpft und ballert man sich also zu feinsten PC-Speaker-Klängen durch die sehr schön gestalteten und ausgeklügelten Level in EGA-Grafik und versucht, sich gegen allerlei Fallen und Widersacher meist technischer Natur seiner Haut zu erwehren. Diese stammen aus den Laboren des fiesen Dr. Proton (Bitte nicht mit dem fiktiven TV-Wissenschaftler aus “Big Bang Theory” verwechseln!) und dienen, wie so oft, dem Ziel, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Was unser Held in pinker Rüstung natürlich zu verhindern versucht.

Das Spiel ist, wie es damals oft üblich war, in 3 Episoden aufgeteilt, die leider separat gespielt werden müssen. Das bedeutet, dass man in jeder Episode wieder bei Null anfängt: Null Punkte, Null Waffenupgrades, Null alles. Das ist zwar etwas schade, andererseits bleibt das Spiel so spannend und herausfordernd. Die erste Episode wurde, wie bei vielen anderen Spielen seinerzeit, kostenfrei als Shareware vertrieben.

Warum im Titel eigentlich “Duke Nukum / Duke Nukem” steht? Das rührt daher, dass Apogee kurz nach Veröffentlichung des Spiels herausfand, dass es bereits eine Figur mit dem Namen “Duke Nukem” in einer populären Zeichentrickserie gab. Um eventuellen Rechtsstreitigkeiten mit deren Machern aus dem Weg zu gehen, wurde kurzerhand mit einem Patch das eigene “Duke Nukem”  in “Duke Nukum” umbenannt. Da sich der Name der Zeichentrickfigur dann aber doch als nicht geschützt herausstellte, konnte Apogee sich diesen nun schützen lassen und so konnten die darauf folgenden Spiele wieder mit dem heute bekannten Titel erscheinen. Verwunderlich bleibt allerdings, warum man sich wegen des Namens solche Sorgen machte, aber offenbar kein Problem damit hatte, Grafikelemente aus “Turrican” und “Mega Man” zu “übernehmen”…

“Duke Nukem” wusste mich von Anfang durch die nahezu perfekte Balance zwischen Action und Geschicklichkeit sowie die wundervoll präzise Steuerung zu begeistern. Eigentlich wollte ich für dieses Video nur die ersten paar Level spielen, aber ruck-zuck hatte ich die gesamte erste Episode “Shrapnel City” durch (ca. 2,5 Stunden), weil es sich einfach so schön flüssig spielt.

Die beiden ersten “Duke Nukem”-Spiele waren übrigens noch auf der CD der ersten veröffentlichten Version (1.3d) von “Duke Nukem 3D” mit enthalten und waren bis Ende 2015 noch bei Steam und GOG als Download erhältlich. Leider sind sie, ebenso wie die “Megaton Edition” (Hauptspiel + alle offiziellen veröffentlichten Addons) von “Duke Nukem 3D”, aktuell in keinem digitalen Store mehr erhältlich, da die Rechte an der Marke 2015 endgültig von 3D Realms auf Gearbox Software übergingen und seither offenbar keine neuen Verhandlungen über die Wiederveröffentlichung der alten Teile der Serie mehr geführt wurden, zumindest keine erfolgreichen. Glücklicherweise hatte ich die Spiele noch gekauft, bevor sie bei Steam und GOG aus dem Angebot genommen werden mussten und kann sie nach wie vor spielen.

Ich hoffe sehr, dass sie dort bald wieder auftauchen, noch schöner wäre nach inzwischen 26 Jahren im Dienst der Menschheit freilich ein Freeware-Release, es wäre einfach zu schade wenn sie völlig in Vergessenheit geraten würden!

Emulation – Neues Leben für alte Spiele

Eigentlich wollte ich mir gerade “Neo Turf Masters” kaufen, weil ich dachte, ich hätte es noch nicht, aber glücklicherweise war es doch bereits in der NeoGeo 25th Anniversary Collection enthalten, die ich bereits 2015 im Humble Store kaufte. Diese ist inzwischen als Neo-Geo Classic Complete Collection verfügbar, die die gleichen 23 Spiele enthält und auf Windows, Mac und Linux lauffähig ist. Ganz ohne DRM, für sehr faire 34,99€ im Bundle, in Paketen ab 11,99€ oder ab 3,99€ pro einzelnem Spiel.

Echt, ich liebe solche Collections und Compilations total! Jede Menge guter Retro-Spiele zu fairen Preisen, da können mich die ganzen “Sammler” mit Ihren Wucherpreisen auf Ebay & Co. mal kreuzweise. Klar wäre es toll, auch mal Fotos der eigenen meterlangen und prall gefüllten Spielregale twittern zu können, aber ich kann mir das leider weder räumlich noch finanziell erlauben. Deswegen lege ich inzwischen auch keinen gesteigerten Wert mehr auf physikalische Medien und nutze gerne Downloadplattformen wie Steam, Humble Bundle / Store, GOG, etc. um meiner Sammelleidenschaft zu frönen und meinen Bedarf an Retro-Spielen zu decken.

Natürlich läuft das bei älteren Spielen in den meisten Fällen auf einen Sourceport oder eine Emulation hinaus, sei es ein selbst geschriebener Emulator z.B. von DotEmu oder ein DOSBox, wie es bei GOG z.B. häufig zum Einsatz kommt. Aber auch darin sehe ich mehr Segen denn Fluch, denn (gute) Emulatoren bieten inzwischen echten Mehrwert gegenüber klassischen Konsolen: Man kann den Controller seiner Wahl nutzen, hat auch am 4K-TV (sofern vorhanden) immer ein gestochen scharfes  und optional oft sogar aufgebessertes Bild. Teures Zubehör wie z.B. Memory Cards oder Upscaler sind nicht mehr nötig, Ladezeiten sind oft kürzer, das Handling bequemer, Ländersperren entfallen, man kann oft pausieren, speichern und laden, wie es einem passt, etc. Und so mancher Emulator ermöglicht sogar das Spielen mit- oder gegeneinander über das Internet!

Viele Hardcore-Retrospieler rümpfen jetzt vermutlich wieder die Nase und werden mir erzählen wollen, dass nur echte Hardware das echte Gefühl wiedergibt und alles andere nichts tauge. Aber das ist in meinen Augen Quatsch! Klar, ein hydraulisch bewegtes Deluxe-Arcadecabinet in der Spielhalle ist ein ganz anderes Erlebnis als als das gleiche Spiel in MAME daheim vor dem PC oder TV zu spielen, keine Frage. Aber ob das Mega-Drive-, SNES-, Neo-Geo- oder Playstation-Spiel, das jetzt gerade auf dem heimischen TV läuft, tatsächlich auf der  Originalkonsole oder im  Emulator am PC läuft ändert am Spiel an sich, wenn man es mal nüchtern betrachtet, rein gar nichts, vorausgesetzt natürlich, es ist gut emuliert. Ein gutes Spiel ist ein gutes Spiel ist ein gutes Spiel. Aber das ist eine grundsätzliche Glaubensfrage, die nicht Thema dieses Beitrags sein soll.

Mich beschäftigt eine ganz andere Frage: Warum gibt es nicht mehr solcher Compilations oder Re-Releases auf Basis von Emulatoren? Obwohl die Nachfrage und das Interesse an Retro-Spielen so hoch ist wie nie, werden die Möglichkeiten, die alten Klassiker aus dem eigenen Portfolio wieder auf die Bildschirme dieser Zeit zu bringen, meiner Meinung nach von viel zu wenig Entwicklern und Publishern genutzt. Dabei wäre es doch für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: Die Publisher / Entwickler könnten mit relativ wenig Aufwand ihre alten Spiele neu veröffentlichen, die Fans kämen für überschaubare Ausgaben in den Genuss, sie (wieder) (legal) spielen zu können. Und die Auswahl wäre oft enorm!

Natürlich werden immer wieder einzelne Spiele oder Bundles neu veröffentlicht, z.B. auf der Virtual Console von Nintendo oder in den Stores auf Xbox Live und Playstation Network. Aber das geschieht in doch eher homöopathischen Dosen und oft mit einer ähnlich fragwürdigen Preisgestaltung wie auf Ebay & Co. Auch diverse Collections, z.B. von Namco, existieren bereits, aber variieren z.B. im Inhalt teilweise deutlich von Plattform zu Plattform, warum auch immer. Und wirklich viel zu oft sind leider die verwendeten Emulatoren einfach qualitativ nicht gerade die 1. Wahl. Was leider, mit Ausnahme des “NES Classic Mini”, in der Regel auch auf die diversen Konsolen zutrifft, mit denen immer wieder Spiele gebundelt auf den Markt kommen:

Dass leider nicht jedes Spiel einfach so neu veröffentlicht werden kann leuchtet mir natürlich auch ein, oft verhindern beispielsweise nicht mehr verfügbare Lizenzen einen Re-Release, wie z.B. bei Sega mit den alten “OutRun“-Spielen, die sie ohne Modifikationen daran nicht mehr veröffentlichen können, weil sie die Lizenz von Ferrari nicht mehr haben. Ein weiterer Grund ist, dass viele der ursprünglichen Entwickler / Publisher heute gar nicht mehr existent sind und die Lizenzen für ihre Spiele mit ins Grab genommen haben.

Aber so viele richtig gute Spiele sind heute trotz vorhandener und eindeutig zugeordneter Lizenzen legal einfach nicht mehr oder nur noch zu teilweise horrenden Summen erhältlich. Und letzteres auch nur auf dem Gebrauchtspielemarkt, Publisher und Entwickler sehen da also keinen Cent mehr. Warum starten da nicht viel mehr Rechteinhaber Initiativen, diese offensichtliche Versorgungslücke mit Hilfe von Emulatoren zu schließen, die Spiele vor dem endgültige Vergessenwerden zu bewahren, nebenbei ein wenig Fanservice zu bieten und dabei noch den einen oder anderen Euro zu verdienen?

Frank Cifaldi, seines Zeichens Gründer und Vorsitzender der Video Game History Foundation, schlug mit seinem fantastischen Beitrag  “It’s just emulation! – The challenge of selling old games” auf der Game Developers Conference  2016 bereits in die gleiche Bresche:

Emulation is the cheapest, safest and best way to republish an older game on modern hardware.

(Emulation ist der billigste, sicherste und beste Weg um ein älteres Spiel auf moderner Hardware wieder zu veröffentlichen.)

(Hätte ich diesen Beitrag eher gefunden, hätte ich mir meinen hier eigentlich sparen können. 😉) Ich kann mich dem nur anschließen: Liebe Publisher, Entwickler, sonstige Rechteinhaber, nutzt doch bitte die sich bietenden Möglichkeiten, anstatt das Thema Emulation einfach grundsätzlich mit Raubkopien gleichzusetzen! Dass beide Themen eine gemeinsame Schnittmenge bilden, will ich gar nicht leugnen. Aber sie sind keinesfalls gleichbedeutend, denn Leute, die sich heute noch für diese Spiele begeistern, sind auch bereit, angemessene Preise dafür zu zahlen! Ihr müsst nur dafür sorgen, dass die Spiele legal verfügbar und bezahlbar sind. Schaut doch mal auf Ebay, wie viele Eurer alten Spiele selbst für völlig unangemessene Preise tagtäglich noch den Besitzer wechseln!

Und hört bitte mit der alten Leier auf, Emulatoren wären, weil sie Raubkopien begünstigen würden, nicht geschäftlich sinnvoll! Der Zug ist doch nun wirklich abgefahren, so gut wie jedes Eurer älteren Spiele kann inzwischen kostenlos irgendwo heruntergeladen und auf so gut wie jedem System mit mindestens einem Emulator gespielt werden. Und das schon seit MS-DOS-Zeiten! Die Frage, die Ihr Euch also stellen solltet ist demnach nicht, ob jemand einen Emulator nutzt, sondern welchen: Den frei erhältlichen mit dem kostenlos gezogenen Rom? Oder den evtl. von Euch zur Verfügung gestellten mit dem legal dazu erworbenen Spiel? Ihr habt nichts mehr zu verlieren und könnt doch nur noch gewinnen!

Ihr müsstet es nur richtig aufziehen. Es gibt z.B. einige echt schön aufgemachte Sammlungen, wie z.B. die um 2012 herum veröffentlichten “Sega Vintage Collections” auf Xbox Live, die noch gar nicht so alte “Mega Man Legacy Collection” oder die auch erst kürzlich erschienene “Disney Afternoon Collection” (beide von Capcom), die zwar klasse aufgemacht sind, aber mit jeweils 3 bzw. 6 Spielen nur eine sehr begrenzte Auswahl enthalten. Trotzdem freue ich mich über jede davon! Viel sinnvoller finde ich aber “modulare” Collections wie z.B. die “SEGA Mega Drive and Genesis Classics” auf Steam. Leider kamen da schon ewig keine weiteren Spiele mehr nach, bis heute gibt es beispielsweise kein einziges Rennspiel in dieser Sammlung. Und leider verwendet Sega hier einen in der Unity Engine eingebetteten Emulator, der mehr schlecht als recht läuft und unter mittelmäßigem Ton und schwankenden Bildwiederholraten selbst auf leistungsfähigen PCs leidet. Die gleichen Spiele laufen übrigens wunderbar und problemlos in anderen frei erhältlichen Emulatoren (z.B. Kega Fusion), selbst auf älteren PCs.

Lässt man die qualitativen Mängel aber einmal beiseite, findet man ein an sich sehr interessantes Konzept vor: Alle Spiele können entweder einzeln (fast alle für sehr faire 2,49€), in Paketen (zu je 7,50€) oder alle auf einmal (55 Spiele für schlappe 58,99€!) gekauft werden, tauchen dann, alle schön in einem virtuellen Regal im Zimmer dargestellt, im schönen, animierten Frontend auf und können von da konfiguriert und gestartet werden. Ähnlich und qualitativ besser macht es Code Mystics “Atari Vault” (auch Steam, schlappe 9,99€!), das ganze 100 Atari-2600-Spiele mitbringt und auch zukünftig mit DLCs erweitert werden soll. So, liebe sonstige Rechteinhaber, könnten auch Eure Spiele wieder an Mann und Frau kommen, völlig legal, völlig einfach!

Und das wäre (ganz grob umrissen natürlich) auch schon alles, was einmalig getan werden müsste: Man müsste einen guten Emulator lizenzieren oder (mit)entwickeln, im Idealfall für mehrere Systeme, z.B. NES und SNES. Dieser müsste auf möglichst vielen aktuellen Plattformen laufen (was heute oft schon der Fall ist, s. MAME). Dann bräuchte der noch ein schickes und einfach zu bedienendes Frontend. Et voilà – Euer Zeitreisetunnel für das gesamte Retroportfolio! Danach könnte man jederzeit ein Spiel nach dem anderen dafür oder damit veröffentlichen, als kleines, plattformunabhängiges Downloadpaket mit dem Rom, einem digitalen Handbuch und evtl. optionalen Artwork für den Emulator / das Frontend. Oder jedes Spiel als Gesamtpaket mit dem Emu, wie es z.B. DotEmu und SNK mit ihren Spielen tun. Steam und die jeweiligen Stores auf den Konsolen könnten,sofern verlangt, mit dem jeweiligen DRM dafür sorgen dass Schindluder so gut es geht vermieden wird (Obwohl der Zug, wie gesagt, eh längst abgefahren ist.) – Zack, fertig! Wie John Connor 1994 schon zu sagen pflegte:

Leicht verdientes Geld!

Die Basis müsste einmalig geschaffen werden, die Preise müssten vertretbar sein, die Fans wären glücklich, die Abzocker auf Ebay eher nicht. Es könnte so schön sein…

Wie denkt Ihr darüber? Wäre / ist Emulation für Euch eine Alternative zu überteuerten Gebrauchtspielen? Oder lasst ihr nichts an Eure Sammlung echter Konsolen und Module rankommen? Und hättet Ihr lieber ein “SNES Classic Mini” oder wäre Euch eine erweiterbare “SNES Classic Collection” auf PC/Konsole lieber?

DOSBox ECE r4010 mit kleinen Änderungen am Sound

In den letzten Tagen sind gleich zwei neue Revisionen von DOSBox erschienen, r4009 und r4010. Mit r4010 wurden die Verbesserungen der Gameblaster-Emulation, die in der ECE bisher per Patch enthalten waren, in den offiziellen Sourcecode übernommen und sind so nun auch in der normalen DOSBox-Version enthalten, der Patch entfällt also ab jetzt. Dafür bekam die ECE einen neuen Patch spendiert, der die separate Anpassung der Lautstärke der FM-Soundwiedergabe in der Konfigurationsdatei ermöglicht und diese standardmäßig auf ein Level setzt, dass laut User James-F in etwa dem einer originalen Soundblaster-Karte entspricht.

Den Download findet Ihr wie immer in meinem Google Drive.

DOSBox ECE r4008 mit MT32EMU 2.1.0

DOSBox ist mal wieder ein wenig überarbeitet worden, die Änderungen wurden in SVN r4008 veröffentlicht. Ich habe die Gelegenheit genutzt und in meinen Builds gleich die aktuelle Version von MUNT bzw. dessen MT32-Emulator 2.1.0 integriert. Zu finden wie immer in der entsprechenden Freigabe meines Google Drive.

Lasst bitte eine neue conf-Datei erstellen, da der MT32-Emu eine neue Option bekommen hat! Viel Spaß mit DOSBox ECE!

YesterPlay: Martini Racing (MS-DOS, Graffiti, 1995)

Dieses Spiel wurde 1995 auf einer Multimedia-CD mit Videos, Info und Bildern des “Martini Racing” Rennstalls zu dessen 25-jährigen Jubiläum veröffentlicht.

Es handelt sich dabei eigentlich um eine abgespeckte Version des Spiels “Bleifuss” (“Screamer” im Rest der Welt) mit nur 3 der ursprünglich 6 Strecken, mit teilweise geänderten Reklametafeln. Alle Autos aus “Bleifuss” wurden gestrichen und durch den damals aktuellen DTM-Alfa ersetzt, den es (zuerst) nur in der Ausführung mit jeweils manueller und automatischer Schaltung gibt. Bis auf einen neuen Titel als Hintergrundmusik im Hauptmenü sind alle Musikstücke des Originalspiels ersatzlos der Schere zum Opfer gefallen, das gleiche gilt für den SVGA-Modus des originalen “Bleifuss“.

Eine etwas kuriose Besonderheit ist, dass das Spiel, obwohl es ein DOS-Spiel ist, nur über den interaktiven Multimediateil, der den Löwenanteil der CD ausmacht, installiert werden kann. Und der benötigt zwingend Windows und ein installiertes Quicktime. 🙂

Trotz aller Einschränkungen macht das Spiel aber viel Spaß, es hat, von der Musik abgesehen, alles was schon das Originalspiel zu einem echten Hit macht! Der Alfa ist ein echtes Biest auf der Strecke, entsprechend schnell und einfach ist man durch die 4 Ligen á 3 Rennen gebrettert und hat den roten “Alfa Super” freigeschaltet, das Pendant zur “Bullet” aus “Bleifuss“. Den gibt es nur mit Automatikgetriebe, seine Höchstgeschwindigkeit ist auch nur 17km/h höher als beim Standardmodell, aber dafür lässt er das Feld schon am Start stehen. 🙂 Zusammen mit dem Super-Alfa werden auch die 3 Strecken im Rückwärtsmodus freigeschaltet, was dann insgesamt passable 6 Strecken ergibt.

Damit ihr jetzt nicht alle 3 Strecken in allen 4 Ligen anschauen müsst, habe ich das Video so zurecht geschnitten, dass pro Liga nur eine jeweils andere Strecke gezeigt wird, mit Ausnahme vom zweiten Mal Lindburg in der Super-Liga. Wie gesagt, nur 3 Strecken, aber 4 Ligen. Im Anschluss habe ich noch eine schnelle Runde in Grubdnil 😉 mit dem Super-Alfa hingelegt (Übrigens Premiere, ich bin bisher keine der Rückwärtsstrecken in irgendeinem “Bleifuss” gefahren).