YesterPlay: Teenage Mutant Ninja Turtles – Tournament Fighters (Mega Drive, Konami, 1993)

Ah, die 1990er, die güldenen Jahre in denen es neue Prügelspiele hagelte wie Schläge in einer Ultra-Combo in “Killer Instict” und in denen die Teenage Mutant Ninja Turtles noch so richtig beliebt und allgegenwärtig waren. Was lag da seinerzeit wohl näher, als die 4 gepanzerten Mutantenreptilien, die bereits diverse sehr gute Sidescrolling-Prügler absolviert hatten, auch Kämpfe 1-gegen-1 austragen zu lassen? Klar: Nichts! Und so kam es, dass Konami 1993 NES, SNES und Mega Drive mit einem weiteren Prügelspiel beglückte.

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YesterPlay: Duke Nukum / Duke Nukem (MS-DOS, Apogee Software, 1991)

Den Duke selbst muss ich wohl keinem mehr vorstellen: Das blonde Großmaul mit dem Bürstenschnitt hat sich seinen Spitzenplatz in allen Listen bekannter Videospielhelden mehr als zementiert, ganz besonders dank dem 1996 erschienenen “Duke Nukem 3D” und dessen Neuauflagen, wie z.B. der gerade 2016 erst veröffentlichten “20th Anniversary World Tour” mit einer brandneuen Episode. Auch der  unrühmliche Nachfolger “Duke Nukem Forever” machte seinen Protagonisten bekannt, allerdings nicht wegen seiner Qualität sondern seiner beinahe wahnwitzigen Entwicklungsgeschichte.

Was viele aber vielleicht nicht wissen ist, dass der Duke seine Karriere in einem ganz anderen Genre startete: Dem Action-Plattfomer, zu meiner Zeit noch Jump ‘n’ Shoot genannt. In einem solchen debütierte der schießwütige Macho nämlich 1991 unter dem Banner von Apogee Software (heute als 3D Realms bekannt) auf dem PC. Mit dessen Eingabegerät der Wahl (Tastatur oder Joystick) hüpft und ballert man sich also zu feinsten PC-Speaker-Klängen durch die sehr schön gestalteten und ausgeklügelten Level in EGA-Grafik und versucht, sich gegen allerlei Fallen und Widersacher meist technischer Natur seiner Haut zu erwehren. Diese stammen aus den Laboren des fiesen Dr. Proton (Bitte nicht mit dem fiktiven TV-Wissenschaftler aus “Big Bang Theory” verwechseln!) und dienen, wie so oft, dem Ziel, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Was unser Held in pinker Rüstung natürlich zu verhindern versucht.

Das Spiel ist, wie es damals oft üblich war, in 3 Episoden aufgeteilt, die leider separat gespielt werden müssen. Das bedeutet, dass man in jeder Episode wieder bei Null anfängt: Null Punkte, Null Waffenupgrades, Null alles. Das ist zwar etwas schade, andererseits bleibt das Spiel so spannend und herausfordernd. Die erste Episode wurde, wie bei vielen anderen Spielen seinerzeit, kostenfrei als Shareware vertrieben.

Warum im Titel eigentlich “Duke Nukum / Duke Nukem” steht? Das rührt daher, dass Apogee kurz nach Veröffentlichung des Spiels herausfand, dass es bereits eine Figur mit dem Namen “Duke Nukem” in einer populären Zeichentrickserie gab. Um eventuellen Rechtsstreitigkeiten mit deren Machern aus dem Weg zu gehen, wurde kurzerhand mit einem Patch das eigene “Duke Nukem”  in “Duke Nukum” umbenannt. Da sich der Name der Zeichentrickfigur dann aber doch als nicht geschützt herausstellte, konnte Apogee sich diesen nun schützen lassen und so konnten die darauf folgenden Spiele wieder mit dem heute bekannten Titel erscheinen. Verwunderlich bleibt allerdings, warum man sich wegen des Namens solche Sorgen machte, aber offenbar kein Problem damit hatte, Grafikelemente aus “Turrican” und “Mega Man” zu “übernehmen”…

“Duke Nukem” wusste mich von Anfang durch die nahezu perfekte Balance zwischen Action und Geschicklichkeit sowie die wundervoll präzise Steuerung zu begeistern. Eigentlich wollte ich für dieses Video nur die ersten paar Level spielen, aber ruck-zuck hatte ich die gesamte erste Episode “Shrapnel City” durch (ca. 2,5 Stunden), weil es sich einfach so schön flüssig spielt.

Die beiden ersten “Duke Nukem”-Spiele waren übrigens noch auf der CD der ersten veröffentlichten Version (1.3d) von “Duke Nukem 3D” mit enthalten und waren bis Ende 2015 noch bei Steam und GOG als Download erhältlich. Leider sind sie, ebenso wie die “Megaton Edition” (Hauptspiel + alle offiziellen veröffentlichten Addons) von “Duke Nukem 3D”, aktuell in keinem digitalen Store mehr erhältlich, da die Rechte an der Marke 2015 endgültig von 3D Realms auf Gearbox Software übergingen und seither offenbar keine neuen Verhandlungen über die Wiederveröffentlichung der alten Teile der Serie mehr geführt wurden, zumindest keine erfolgreichen. Glücklicherweise hatte ich die Spiele noch gekauft, bevor sie bei Steam und GOG aus dem Angebot genommen werden mussten und kann sie nach wie vor spielen.

Ich hoffe sehr, dass sie dort bald wieder auftauchen, noch schöner wäre nach inzwischen 26 Jahren im Dienst der Menschheit freilich ein Freeware-Release, es wäre einfach zu schade wenn sie völlig in Vergessenheit geraten würden!

YesterPlay: Chase H.Q. 2 (Arcade, Taito, 2007)

Ganze 14 Jahre nach dem dritten Teil brachte Taito 2007 einen weiteren Nachfolger der beliebten “Chase H.Q.“-Serie in die Spielhallen und traute sich diesmal endlich, das Kind einfach beim Namen zu nennen: “Chase H.Q. 2” ist eigentlich das vierte Arcade-Spiel der Serie, aber erst das zweite, das den Originaltitel im Namen trägt.

Natürlich präsentierte sich das Spiel 2007 in zeitgemäßer 3D-Polygon-Optik, die dank Cel-Shading ein comicartiges Aussehen verpasst bekam. Diesmal hat man als Spieler die Wahl zwischen 3 verschiedenen Fahrzeugen in je 3 Farbvarianten, hat man sich für eine Kombi entschieden, geht es nach einer kurzen Missionsbeschreibung per Video durch die gute und gar nicht gealterte Nancy direkt auf die Piste und die wilde Hatz beginnt aufs Neue! Wie schon in den fast 2 Jahrzehnten zuvor gilt es, das jeweils gesuchte Fahrzeug durch möglichst unsanften Vollkontakt fahruntauglich zu machen, hilfreich sind dabei die nun auf der Strecke verteilten, einsammelbaren Turbos sowie diverse Sprünge und Abkürzungen. Ein echtes Highlight ist dabei die Verfolgungsjagd in entgegengesetzter Richtung zu einem gerade stattfindenden Nascar-Rennen!

“Chase H.Q 2” ist, wie sein(e) Vorgänger ein extrem kurzweiliges Spiel, auch wenn es grafisch vielleicht nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit war. Leider wurde es nie für irgendein Heimsystem portiert.

YesterPlay: Super Chase – Criminal Termination (Arcade, Taito, 1993)

“Super Chase Criminal Termination” (ab jetzt kurz “SCCT”) ist der 3. Teil der populären Action-Rennspielserie von Taito, die mit “Chase H.Q.” fünf Jahre zuvor ihren Anfang nahm.

Das Spiel, das intern noch den Titel “Chase 3” trug, unterscheidet sich optisch deutlich von den beiden Vorgängern, das Geschehen findet nun Großteils in der Cockpitperspektive statt. Die Serie behielt also ihre offensichtlichen optischen Parallelen zu populären Rennspielen von Sega bei: Während die ersten beiden Spiele noch an “OutRun” erinnerten, ließ man sich nun von “Rad Mobile” inspirieren. Inhaltlich orientierte man sich wieder stärker am ersten Teil der Serie, die Waffen bleiben während der Fahrt nun wieder stecken und die Stelle am Funkgerät wurde wieder mit Nancy besetzt. Gut so, von ihr bekommen wir nach erfolgreicher Mission wenigstens frischen Kaffee! 🙂

Während die beiden Vorgänger noch auf mehrere Heimsystemem portiert wurden, schaffte es “SCCT” nur noch auf das SNES, ebenso gibt es, soweit ich weiß, bis heute keine neue Veröffentlichung der Arcadeversion auf irgendeinem anderen System.

YesterPlay: Duke Nukem – Time To Kill (PS1, n-Space, 1998)

Was macht wohl ein Duke Nukem, wenn er nicht gerade Kaugummi kaut oder Ärsche tritt? Klar, er düst auf seinem Chopper in sein “Zuhause weg von Zuhause”. Und was könnte das wohl anderes sein als der Stripclub “Bootylicious”? Aber ausgerechnet diese wertvollen Augenblicke der Ruhe und Entspannung müssen sich die aus “Duke Nukem 3D” bekannten Aliens aussuchen, um mit einer Zeitmaschine nicht nur für Unruhe im Club, sondern gleich in der gesamten Weltgeschichte zu sorgen! Und als ob das nicht schon genug Grund für Ärger wäre, wird Dukes Chopper dabei auch noch kollateral beschädigt und in ein Bonanzarad verwandelt! Und damit wären wir wieder beim Ärsche treten…

… und mitten im ersten 3rd-Person-Ableger mit dem allseits beliebten Blondschopf mit dem Bürstenschnitt. Dieser spielt sich wie ein testosterongeschwängertes “Tomb Raider”, worauf im Spiel auch immer wieder humoristisch hin gewiesen wird. Leider steuert sich der Duke deutlich behäbiger und ungenauer als die grazile Lara, wodurch das Gameplay selten so wirklich flüssig läuft. Die obligatorischen, inzwischen aber etwas abgedroschenen und oft recycelten Sprüche des Protagonisten können diesmal auch eher weniger überzeugen, zu viele Gags zünden einfach nicht. Schade, denn sonst wäre “Time To Kill” ein richtig gutes Spiel geworden, so ist es bestenfalls gehobenes Mittelmaß und erfordert einiges an Geduld, um sich durch die sehr langen Levels zu kämpfen.

Bereut habe ich den Spontankauf (Ich wollte eigentlich nur “Final Doom” haben, der nette Händler machte mir aber einen guten Preis für alle 3 Duke-Nukem-Spiele für die PS1.) aber dennoch nicht, ich bin (noch) gewillt und motiviert das Spiel durch zu spielen. 😉

YesterPlay: Special Criminal Investigation (Arcade, Taito, 1989)

Auch wenn der Titel zuerst an ein Spiel mit detektivischem Hintergrund denken lässt, so handelt es sich bei “Special Criminal Investigation” (ab jetzt kurz “S.C.I.”), wie man schnell erkennen kann, ganz offensichtlich um einen Nachfolger des allseits beliebten “Chase H.Q.” aus gleichem Hause.

Das schon im Vorgänger extrem kurzweilige Gameplay wurde um die Möglichkeit, gegnerische Vehikel mit Waffengewalt aus dem Verkehr zu ziehen, erweitert. Derer gibt es nun auch mehrere pro Strecke, ein Zielfahrzeug und mehrere Begleitfahrzeuge, die vorher aus dem Weg geräumt werden müssen um sich an die Stoßstange des eigentlich gesuchten automobilen Schurken hängen zu können. Erschwert wird dies teilweise zusätzlich von dynamisch auftauchende Hindernissen auf der Strecke, auf einigen Pistenabschnitten kann man auch komplett von der Strecke stürzen. Der Porsche aus dem ersten Teil wurde durch einen Nissan ersetzt, in dem die beiden Protagonisten des ersten Teils die Sitzplätze tauschen. Oh, und Nancy heißt jetzt Karen.

Es hat sich also einiges im Verfolgungsjagd-Hauptquartier getan, das Ergebnis ist ein noch frenetischeres Spiel als es der Vorgänger schon war, unter der wüsten Action auf der Strecke muss hin und wieder aber die Übersicht etwas leiden. Nichtsdestotrotz ist das Spiel mindestens genau so kurzweilig wie sein Vorgänger und macht mindestens so viel Spaß!

Wie bereits sein Vorgänger wurde “S.C.I.” auf diverse Heimcomputer und -Konsolen portiert, teilweise sogar mit dem Namenszusatz “Chase H.Q. 2”. Eine Veröffentlichung der Spielhallenversion z.B. auf irgendeiner Compilation für Konsolen oder PC gab es diesmal aber meines Wissens bis heute nicht.

YesterPlay: Karnov’s Revenge / Fighter’s History Dynamite (Arcade, Data East, 1994)

Über “Karnov’s Revenge” (oder “Fighter’s History Dynamite”, wie es außerhalb Europas heißt) bin ich im Italien-Urlaub gestolpert. Wie ich bereits öfter erwähnte, gibt es dort nur ein paar Meter von Zuhause entfernt eine Bar, die früher immer ein paar Automaten im Hinterzimmer stehen hatte. Einer davon enthielt dieses Spiel. Und meine Fresse, was kostete mich der “Gettoni” (italienisch für “Münzen”)! 😀 Continue reading “YesterPlay: Karnov’s Revenge / Fighter’s History Dynamite (Arcade, Data East, 1994)”